Fahrzeugortung mit Peilsendern 07.12.2016 17:10

Fahrzeugortung mit Peilsendern

Die Aufklärungsquote von Fahrzeugdiebstählen ist erschreckend niedrig. Glücklicherweise sind die Preise professioneller Ortungstechnik im gleichen Maße gefallen, wie die Fälle von Fahrzeugdiebstahl zugenommen haben – ein Grund mehr, durch eigene Vorkehrungen die Chance auf Rückholung des Fahrzeugs zu erhöhen.

Raffinierte Täter, überforderte Behörden

Es vergeht kaum eine Modellreihe, mit der die Autohersteller nicht wieder neue Innovationen im Bereich Sicherheit und Diebstahlschutz verkünden. Geht es nach diesen Mitteilungen, wäre kaum ein Fahrzeug noch zu knacken – trotzdem werden so viele Fahrzeuge geklaut wie nie zuvor. Jeder technische Vorsprung der Hersteller scheint im Nu durch immer dreistere und raffiniertere Gegenmaßnahmen der Täter zu schmilzen wie Butter in der Sonne.

Auf der anderen Seite sehen sich unsere Ermittlungsbehörden immer neuen Herausforderungen auf ganz anderem Gebiet gegenüber. Sicher, wer mit Terrorismus und Radikalismus beschäftigt ist, kann nicht auch noch gewährleisten, dass es zu keinem Fall von Diebstahl kommt. Der notorische Personalmangel tut ohne Frage sein Übriges, um diese Situation zuzuspitzen. Hier müssen unsere Ermittlungsbehörden Prioritäten setzen und das ist auch gut so.

Hinzu kommt natürlich auch, dass der entstandene Schaden durch den Diebstahl des Fahrzeugs normalerweise von der Teilkasko übernommen wird. Dies mag auch ein Grund dafür sein, dass Ermittler nicht gleich in Panik ausbrechen, wenn ein gestohlenes Fahrzeug gemeldet wird. Ärgerlich ist dies für den Besitzer freilich trotzdem – und sei es nur aufgrund des organisatorischen Folgeaufwands.

Zum Stand der Technik

Mit modernen Peilsendern ist eine Fahrzeugortung problemlos möglich. Diese Geräte sind klein und können deshalb unauffällig installiert werden. Je nach Empfangsbedingungen ist eine Ortung auf wenige Meter genau machbar und die fortschreitende Entwicklung in der Akkutechnik macht einen immer längeren Betrieb ohne externe Stromversorgung möglich. Aktuelle Peilsender sind mittlerweile so kompakt, dass sie sogar unauffällig von außem am Fahrzeug angebracht werden können.

Während bei den ersten Navigationssystemem auf Basis von GPS noch eine direkte Sichtverbindung zum Himmel bzw. zu den Satelliten empfohlen wurde, liefern aktuelle Modelle sogar aus dem Kofferraum oder dem Radkasten passable Ergebnisse.

Standortwahl

Genau diese Stabilität in der Datenübertragung eröffnet etliche Möglichkeiten für die Standortwahl des Peilsenders am oder im Fahrzeug. Grundsätzlich sei jedoch gesagt, dass nach wie vor die Regel gilt: Um so weniger zwischen Peilsender und Himmel „im Weg ist“, umso besser. Schließlich dämpft jede Schicht das Signal – sowohl das eingehende GPS-Signal zur Standortbestimmung als auch das ausgehende Signal, mit dem der Peilsender seinen Standort an den interessierten Empfänger überträgt.

Zunächst ist die Frage zu beantworten, ob der Peilsender sichtbar oder verdeckt installiert werden soll. Geht es einem eher um die eigene Sicherheit bei Unfällen oder will man dem Bekanntenkreis nur seinen aktuellen Wohmobilstandort auf der Urlaubsreise mitteilen, spricht nichts gegen eine sichtbare Installation. Zudem ist bei einer dauerhaften Installation auch an die Stromversorgung zu denken und in der Folge an eine einfache Verkabelungsmöglichkeit. Darf der Peilsender sichtbar sein, spricht z. B. nichts gegen das Armaturenbrett als Standort. Vorteile dabei: In der Regel eine einfach Verkabelung mit dem Bordnetz und eine nahezu ideale Verbindung zu den Satelliten am Himmel – getrennt nur durch eine dünne Glasscheibe.

Soll der Peilsender verdeckt installiert werden, gelten freilich ganz andere Vorgaben. Soll der Peilsender nicht dauerhaft installiert werden, genügt der integrierte Akku und die „Installation“ geht entsprechend schnell von der Hand. Hier kann es genügen, wenn man den Peilsender einfach in den Kofferraum, den Motorraum oder die Ersatzradmulde legt. Soll der Peilsender länger im Fahrzeug verbleiben, ist eine Verbindung zum Bordnetz erforderlich, was sich z. B. im Motorraum recht einfach bewerkstelligen lässt. Hier ist jedoch darauf zu achten, dass der Peilsender keine Berührung mit beweglichen Teilen hat und nicht überhitzen kann.

Der kleinen Bauweise moderner Peilsender ist es zu verdanken, dass auch ein Anbringen am Fahrzeug von Außen möglich ist. Hierfür gibt es wasser- und schmutzdichte Etuis, in denen der Sender sicher verstaut und dann per Magnet unter dem Fahrzeug oder im Radkasten angebracht werden kann.


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